Memmingen: Staufer-Löwe in Gold verliehen – Fastnachtsverband zeichnet verdiente Mitglieder aus

Memmingen: Staufer-Löwe in Gold verliehen – Fastnachtsverband zeichnet verdiente Mitglieder aus
Knapp 30 langjährige verdiente Mitglieder und Funktionäre erhalten in diesem Jahr den Staufer-Löwen in Gold. Im Bild (3. v. l. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, rechts daneben: Staatssekretär Franz Pschierer, BSF-Präsident Eugen Müller und Ehrenbürger und Stadtrat a. D., Josef Miller. Fotos: Birk/Pressestelle Stadt Memmingen
Memmingen: Staufer-Löwe in Gold verliehen – Fastnachtsverband zeichnet verdiente Mitglieder aus „Wer Frohsinn und Freude weitergeben kann, ist ein reicher Mensch“ Auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger wurden jetzt im Memminger Rathaus langjährige Funktionäre vom Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverband (BSF)mit dem Staufer-Löwen in Gold ausgezeichnet. Ehrenbürger und Staatsminister a. D. Josef Miller erhielt ebenfalls für seine Verdienste um den Fasching die höchste Auszeichnung des Regionalverbandes. Die Festansprache hielt Staatssekretär Franz Pschierer. BSF-Präsident Eugen Müller begrüßte die geladenen Preisträger und Ehrengäste aus sechs schwäbischen Landkreises im Rathaus der Stadt und dankte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger für die Einladung nach Memmingen.
Memmingen: Staufer-Löwe in Gold verliehen – Fastnachtsverband zeichnet verdiente Mitglieder aus
Hebt in seiner Laudatio die Bedeutung des Ehrenamtes bei den Faschingsgesellschaften hervor: Staatssekretär Franz Pschierer.
In seinem Grußwort blickte der Rathauschef auf den Beginn seiner Amtszeit in den 1980er-Jahren zurück: „In der ehemaligen evangelischen Freien Reichsstadt hat es keine Faschingstradition gegeben“. Mittlerweile habe sich Memmingen zu einer Faschingshochburg entwickelt. Mit der Narrenzunft der Stadtbachhexen und den „Himmlischen Teufeln“ des Turnvereins Memmingen gebe es gleich zwei Vereine, die am 11.11. das Rathaus stürmen. Dr. Holzinger sprach den großen Narrensprung und die Faschingsprunksitzung des Bayerischen Rundfunks „Schwaben weissblau, hurra und helau“ im kommenden Januar an. Zusammen mit Sabine Riedmann rief Präsident Müller die Zeit der Stauferdynastie im 12. und 13. Jahrhundert in Erinnerung. Die Staufer mit Barbarossa und Friedrich II. prägten das Mittelalter mit ihrer Politik und ihren Interessen auch für Kunst und Kultur. „Schwäbisch war damals Amtssprache im höfischen Bereich“, zitierte Müller. In Erinnerung an diese mittelalterliche Glanzzeiten der schwäbischen Herrscher habe sich der Verband entschieden, mit dem Löwen das Wappentier der Staufer als höchsten Verdienstorden des BSF zu wählen. Staatssekretär Franz Pschierer hob in seiner Laudatio die Bedeutung des Ehrenamtes hervor. „Es kostet viel Zeit und Energie bis eine Prunksitzung oder ein Ball steht“, so Pschierer. Auch aus seiner Erfahrung als Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes wisse er, dass sich der BSF stets darum bemühe, die jungen Menschen an das Faschingsbrauchtum heranzuführen und damit lebendig zu halten.
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Mit einem kleinen Präsent bedankt sich der Präsident des Regionalverbandes Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine, Eugen Müller (rechts) bei Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger.
Insgesamt 28 langjährige verdiente Mitglieder und Funktionäre erhielten in diesem Jahr den Staufer-Löwen in Gold. Durch eine Sonderregelung in der Ordenssatzung und einstimmigen Präsidiumsbeschluss wurde auch Ehrenbürger und Staatsminister a. D. Josef Miller für seine langjährige große Förderung von fastnächtlichem Brauchtum in Schwaben mit dem Verdienstorden geehrt. „Ihnen ist es zu verdanken, dass die bundesweit bekannte und beliebte Fernsehsendung „Schwaben weissblau, hurra und helau“ in Memmingen aufgezeichnet wird“, betonte Präsident Müller in seiner Laudatio. „Wer Frohsinn und Freude weitergeben kann, ist ein reicher Mensch“, dankte Miller nach der Ordensverleihung und ergänzte, dass dies den Faschingsgesellschaften gelinge. Der Festakt wurde vom Mindelheimer Trio „Legno Sonoro“ musikalisch gestaltet. Der Staufer-Löwe in Gold ist der höchste Verdienstorden des BSF. Voraussetzung für die Auszeichnung sind ein mindestens 22-jähriges Engagement in der Vorstandschaft oder eine mindestens 33-jährige Tätigkeit in einem Verein oder einer Zunft. In diesem Jahr gab es Auszeichnungen bei folgenden Vereinen: Löwen Legau, FGD Dietmannsried, SFZ Sonthofen, FFC Augsburg, Laudonia Lauingen, Bachtalia Syrgenstein, Lecharia Klosterlechfeld, Kötzer Narren-Club, Offonia Offingen und Wemdosia Wemding. Der Bayerische-Schwäbische Fastnachtsverband (BSF) umfasst die Faschingsvereine, Narrenzünfte und fastnachtliche Musikgruppen im Regierungsbezirk Schwaben. Sitz des Verbandes ist die Stadt Lauingen. Derzeit sind im BSF 136 Faschingsgesellschaften und Narrenzünfte mit über 22 000 Mitgliedern, darunter rund 10 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene organisiert. http://www.bsf-verband.de