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Rückruf: Mars will Kunden mit eigenen Produkten entschädigen

Rückruf: Mars will Kunden mit eigenen Produkten entschädigen

Viersen.(dpa)Der Schokoriegel-Hersteller Mars will die von seinem Rückruf betroffenen Kunden nicht mit Bargeld, sondern mit eigenen Produkten entschädigen.

Rückruf: Mars will Kunden mit eigenen Produkten entschädigen. Ein angebissener «Mars»-Schokoriegel. Foto: Martin Gerten/Illustration
Rückruf: Mars will Kunden mit eigenen Produkten entschädigen. Ein angebissener «Mars»-Schokoriegel. Foto: Martin Gerten/Illustration

«Die Verbraucher können aussuchen, welche unserer Produkte sie wollen, und sie bekommen natürlich auch noch etwas obendrauf», sagte ein Unternehmenssprecher. Die zurückgegebenen Produkte will der US-Konzern vernichten.




Die Kundenreaktionen auf den Rückruf seien gemischt, meinte der Sprecher. Natürlich gebe es Kunden, die sauer seien, dass so etwas passieren könne. Doch gebe es auch sehr viele positive Reaktionen darauf, dass das Unternehmen trotz nur eines Vorfalls eine solche Rückrufaktion gestartet habe.

Der Konzern hatte am Dienstag Millionen Schokoriegel der Marken Mars, Snickers und Milky Way Mini sowie Celebrations-Packungen zurückgerufen, nachdem in einem Produkt ein Kunststoffteilchen gefunden worden war.
Alle Informationen zum Rückruf und Angabe aller vom Rückruf betroffenen Produkte finden Sie hier.

Kunststoffstück im Riegel führt zu Massenrückruf bei Mars

Großer Wirbel um ein kleines Stück Plastik: Der US-Süßwarengigant Mars will mit einem massenhaften Rückruf Schokoriegel in etlichen Ländern aus dem Verkehr ziehen. In einem Produkt sei Kunststoff gefunden worden, erklärte das Unternehmen. Erstickungsgefahr sei nicht auszuschließen.



Mars habe sich deshalb zu einem freiwilligen Rückruf entschlossen. Neben Deutschland sind Dutzende Länder weltweit betroffen. Mars warnte seine Kunden vor dem Verzehr von Süßigkeiten der Marken Mars und Snickers sowie von einigen Produkten der Marken Milky Way und Celebrations. Es geht um Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 19. Juni 2016 und dem 8. Januar 2017. Die Süßigkeiten seien Anfang Januar bis Anfang Februar in den Niederlanden produziert worden, sagte ein Unternehmenssprecher.

Eine Verbraucherin in Deutschland habe sich beschwert, danach sei der «freiwillige Rückruf» eingeleitet worden. Das Kunststoffteil sei knapp einen halben Zentimeter groß gewesen. Das Unternehmen wolle mit dem Rückruf seiner Verantwortung gegenüber den Kunden gerecht werden. Ein Mars-Sprecher in den USA erklärte auf dpa-Anfrage, man gehe von einem Einzelfall aus.

Nach Angaben der EU-Kommission sind von dem Rückruf des US-Süßwarenriesen mehr als 50 Staaten betroffen. Die Niederlande meldeten bis zum Dienstagabend insgesamt 59 betroffene Länder und Gebiete bei der Brüsseler Behörde. Rückrufe gibt es demnach in allen Staaten der Europäischen Union, mit Ausnahme von Bulgarien und Luxemburg. Über eine Datenbank werden die Informationen an alle EU-Staaten weitergeleitet. Da die betroffenen Riegel in den Niederlanden hergestellt worden waren, meldeten die dortigen Behörden die Informationen nach Brüssel.

Ein Sprecher des Bundesernährungsministeriums in Berlin sagte auf dpa-Anfrage: «Nach alldem, was wir zum jetzigen Zeitpunkt wissen, sind die nötigen Maßnahmen, die für derartige Fälle vorgeschrieben sind, ergriffen worden.»

Das Stückchen Plastik stamme von einem Deckel, mit dem eine Leitung abgeschlossen werde, zitierte der niederländische Sender NOS einen Mars-Sprecher. Wahrscheinlich sei beim Austausch einer Leitung etwas schief gegangen – möglicherweise sei dabei Plastik in Schokoriegel gelangt. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Kunden.

Wie genau das monierte Kunststoffteilchen in den Riegel gelangen konnte, werde noch untersucht, sagte der Sprecher. Zur Anzahl der betroffenen Produkte konnte Mars zunächst keine Angaben machen. Zurzeit werde ermittelt, inwieweit die betroffenen Süßwaren ausgeliefert worden seien und wo sie sich befänden.

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