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PETA-Aktion zum Fischertag: „Fischen tut weh“

Fischen tut weh Peta Aktion am Memminger Fischerbrunnen Foto Peta
Peta-Aktion zum Fischertag: „Fischen tut weh“. Foto: Peta

PETA-Aktion zum Fischertag: „Fischen tut weh“

Memmingen, 24.Juli 2015 (cf).

„Fischen tut weh“  unter diesem Motto demonstrierte die Tierschutzorganiation PETA heute am Fischerbrunnen in Memmingen am Schrannenplatz. Der Protest richtet sich gegen den tierquälerischen Fischertag, so die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V.

Unter dem Motto „Fischen tut weh – Stoppt den Fischmord in Memmingen“ demonstrierten engagierte Unterstützer von PETA heute Mittag vor dem Fischerbrunnen in Memmingen. In hautengen Kostümen als Fische verkleidet lagen Teilnehmer der Aktion scheinbar leblos unter einem Netz und machten so auf das Leid der Flossentiere aufmerksam, die am Samstag beim sogenannten Bachausfischen (Memminger Fischertag) getötet werden.

Stoppt den Fischmord Peta Aktion am Memminger Fischerbrunnen Foto Peta
PETA-Aktivisten demonstrieren gegen den Fischertag. Foto: PETA

„Eine Veranstaltung, bei der erwachsene Männer wild in einem Fluss umherspringen und dabei Fische zertrampeln, sie mit Keschern fangen und grölend in die Luft reißen, ist ein primitiver Brauch und widerspricht dem Verständnis unserer heutigen Gesellschaft im Umgang mit anderen Lebewesen“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Tierquälerei – auch wenn sie schon seit Hunderten von Jahren ausgeübt wird – bleibt immer noch Tierquälerei.“

Für die Tierrechtsorganisation, die in der Vergangenheit schon mit vielen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht hat, ist der Fischertag in Memmingen eine reine Wettveranstaltung für Menschen ohne Mitgefühl. Zu dem Fest kommen jedes Jahr ca. 30.000 bis 40.000 Menschen als Mitwirkende und Zuschauer. Ziel des Wettkampfs ist es, innerhalb von 30 Minuten die schwerste Forelle zu fangen, um den Titel des „Fischerkönigs“ zu erwerben. Anschließend wird das gewichtigste Tier als „Königsforelle“ an ein Brett genagelt und zur Schau gestellt. Laut PETA werden zahlreiche gesetzliche Tierschutzvorgaben hierbei ignoriert. PETA sieht die diese über hundert Jahre alte „Tradition“ ebenso tierquälerisch und gesellschaftlich überholt wie Stier-, Hahnen- oder Hundekämpfe.

Wissenschaftlich belegt – Fische empfinden Stress, Schmerzen und Angst

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische – genau wie Menschen – Schmerzen, Stress und Angst empfinden. Professor Hoffmann von der Tierärztlichen Fakultät der Universität München erbrachte den wissenschaftlichen Nachweis, dass Fische leidensfähig sind. Sein Kollege Dr. Fricke vom Max-Planck-Institut in Seewiesen konnte nachweisen, dass einige Fische ebenso intelligent sind wie viele Affenarten.

Die Forschungsergebnisse liegen auch der Strafjustiz ist Deutschland vor – diese habe die Erkenntnisse bereits in mehreren Urteilen gegenüber Anglern bestätigt. PETA hatte im Rahmen des Fischertages wiederholt Strafanzeige erstattet, doch bisher gab es keine offizielle Klärung der Sachlage vonseiten der bayerischen Behörden.

Weitere Informationen zur Aktion “Fischen tut weh” finden Sie hier.

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