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Feierliche Benennung zum Doppeljubiläum: Stadthallenvorplatz wird zum “Platz der Deutschen Einheit”

Feierliche Benennung zum Doppeljubiläum: Stadthallenvorplatz wird zum “Platz der Deutschen Einheit”

Memmingen, den 05.10.2015 (cf).
Rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung und dem 25-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläum Memmingen-Eisleben wurde am vergangenen Sonntag der Stadthallenvorplatz in den “Platz der Deutschen Einheit” benannt. Der Stadtrat folgte damit einem Antrag vom Jungen Block, eingereicht durch Stadtrat Thomas Mirtsch. In einer Feierstunde am Tag der Deutschen Einheit wurde das neue Platzschild mit musikalischer Untermalung der Stadtkapelle und dem Allgäuer Bauernchor enthüllt.

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger begrüßte die zahlreich erschienen Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie die Gäste aus der Partnerstadt Eisleben. “Die Deutsche Einheit ist mehr als gelungen”, verkündete Holzinger und eröffnete den Festakt.

In seiner Festrede blickte OB Dr. Ivo Holzinger auf das Krigsende ’45/46 zurück. Damals kamen 13.000 Flüchtlinge nach Memmingen. Auch für den Tag der Deutsche Einheit waren 5 Busse von Asylsuchenden in die Erstaufnahme nach Memmingen angekündigt. Dies “sei schwieriger zu handhaben, als damals die 13.ooo Flüchtlinge aus den ostdeutschen Staaten”, so Holzinger.

“50 Meter entfernt vom Gedenkstein für die deutschen Heimatvertriebenen erinnert nun der Platz der Deutschen Einheit an die gelungene Wiedervereinigung Deutschlands”, sagte Holzinger. Der Stadtrat habe die Platzbenennung auf Antrag von Stadtrat Thomas Mirtsch im Sommer dieses Jahres beschlossen.

Dass es in Memmingen “an dieser exponierten Stelle vor der Stadthalle und unweit des Rathauses nun einen Platz der Deutschen Einheit gibt”, freute Norbert Schulze, Ordnungsamtsleiter der Lutherstadt Eisleben. Er überbrachte die Grüße der Eisleber Oberbürgermeisterin und dankte für die umfangreiche geleistete Aufbauhilfe. “25 Jahre Deutsche Einheit und 25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Memmingen und Eisleben sind ein denkwürdiges Datum”, so Schulze.

An die Anfänge der Städtepartnerschaft mit der Lutherstadt erinnerte der ehemalige Landtagsabgeordnete Stadtrat Herbert Müller. Vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung und mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen durch die Flüchtlingswelle betonte Müller: “Mauern und Stacheldraht werden nie die Lösung von Problemen sein.”

“Wir stehen gewaltigen Herausforderungen entgegen”, meinte auch Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke. Was die Kommunen für die Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge leisteten, sei bravourös, ebenso das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Der “Platz der Deutschen Einheit” soll Stracke zufolge künftig nicht nur an die gelungene Wiedervereinigung erinnern, sondern auch an die Kraft der Freiheit und der Demokratie.

Den festlichen Höhepunkt kurz vor der Enthüllung bildeten die drei Hymnen: Bayernhymne, Europahymne und zum Abschluss die Nationalhymne. Musikalisch begleitet von Johnny Ekkelboom und der Stadtkapelle und gesanglich unterstützt durch den Allgäuer Bauernchor.

Lesen Sie im Anhang den Antrag von Thomas Mirtsch, Junger Block: Antrag Platz der Deutschen Einheit
Lesen Sie dazu den Artikel aus der Berliner Morgenpost: Einweihung Platz der Deutschen Einheit, Berliner Morgenpost

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