Eishockey: Memminger Indians können aus Peißenberg nichts Zählbares mitnehmen – Freitag kommt Landsberg

By | 8. Februar 2016

Eishockey: Memminger Indians können aus Peißenberg nichts Zählbares mitnehmen – Freitag kommt Landsberg

Foto: ECDC/Hampp

Foto: ECDC/Hampp

Peißenberg/Memmingen. In der Bayerischen Eishockey-Liga hat der ECDC Memmingen am Sonntag mit 1:4 in Peißenberg verloren. Gegenüber dem Freitagsspiel zeigten sich die Indians zwar deutlich verbessert, verpassten aber wegen einer schlechten Chancenverwertung ein positiveres Resultat. Weiter geht es nun am kommenden Freitag mit dem großen Heim-Derby gegen den HC Landsberg am Hühnerberg (20 Uhr).

Nachdem am Freitagabend rein gar nichts gelingen wollte, sah man den GEFRO-Indians in Peißenberg von der ersten Sekunde den Willen an, es besser zu machen. Die ersten beiden Chancen hatten die Gäste, den ersten Treffer aber markierten die Hausherren. Praktisch mit dem ersten Schuss aufs Tor von Martin Niemz brachte Eichberger die Oberbayern nach 80 Sekunden in Führung. Der ECDC nur kurz geschockt und so entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. Mehrmals musste TSV-Torhüter Goll in höchster Not retten, gegen den Ausgleich durch Patrick Weigant in Überzahl nach 14. Minuten war aber auch er machtlos.
Alles war offen zu Beginn des zweiten Drittels und die Indianer merkten, dass hier Zählbares möglich sein würde. Die ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts spielte fast nur der ECDC und kam zu guten Chancen, während von den Gastgebern in dieser Phase offensiv kaum was zu sehen war. Doch wenn es an einem Wochenende schon nicht läuft, dann wenigstens richtig: Praktisch mit der ersten TSV-Großchance nach 12. Minuten in diesem Drittel gelang den Hausherren die erneute Führung: Florian Barth verwertete einen Abpraller. So ging es mit einem Rückstand in die letzten zwanzig Minuten, doch gleich nach Wiederbeginn bot sich den Memmingern erneut eine Großchance: Weigant ging auf und davon, scheiterte mit seinem Alleingang aber am starken Jakob Goll im Peißenberger Tor. Danach hatte der ECDC eine doppelte Unterzahl zu überstehen, was noch gelang. Doch nach einer erneuten Hinausstellung gegen Miettinen waren die Oberbayern durch Maximilian Barth zum 3:1 erfolgreich (49.). Die Indians kämpften und gaben sich nicht auf, doch beste Chancen konnten nicht genutzt werden: Benda und Kouba fanden freistehend ihren Meister in Goll. Und so kam es, wie es kommen musste: Weil Memmingen nicht traf, machte Peißenberg in Person von Hörndl das Tor zum 4:1 – die Entscheidung in einer an sich ausgeglichenen Partie.

Für die Mannschaft von Werner Tenschert gilt es nun, dass missglückte Wochenende gründlich aufzuarbeiten. Zwar ist der ECDC fix für das Play-off-Viertelfinale qualifiziert, hat in der Best-of-5-Serie aber kein Heimrecht (muss also die Mehrzahl der maximal fünf Partien auswärts bestreiten). Kein Beinbruch, wenn die richtigen Lehren aus den jüngsten Spielen gezogen werden und die Mannschaft es schafft, sich nicht nur auf den Gegner einzustellen, sondern endlich auch die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen. Den Kopf in den Sand stecken wird im Indianer-Lager sicher keiner – dazu fehlt auch die Zeit: Bereits am kommenden Freitag steigt am Hühnerberg das große Derby gegen den letztjährigen Viertelfinal-Gegner HC Landsberg. Mit dem Nachbarn vom Lech haben die Memminger nach zwei Vorrundenniederlagen in jedem Fall noch eine Rechnung offen. Spielbeginn ist um 20 Uhr.