ECDC: Sieg gegen den TSV Peißenberg

By | 19. Februar 2017

ECDC: Sieg gegen den TSV Peißenberg sichert Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale

ECDC: Sieg gegen den TSV Peißenberg sichert Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale. Foto: Claudia Flemming

ECDC: Sieg gegen den TSV Peißenberg sichert Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale. Foto: Claudia Flemming

Memmingen (fl). Es war ein wahrer Eishockey-Krimi am Memminger Hühnerberg. Der ECDC Memmingen bezwang die Gäste aus Peißenberg mit 2:1 und sicherte sich somit das Heimrecht für das bevorstehende Playoff-Viertelfinale. Die Torschützen für die Indians, vor über 1600 Zuschauern, waren Timo Schirrmacher und Lukas Varecha.

Drei Punkte

Die Zielsetzung für dieses Spiel war klar, denn es mussten drei Punkte eingefahren werden, um sich schon vorzeitig Rang 2 in der Gruppe A der diesjährigen Verzahnungsrunde zu sichern. Doch man wusste, dass auch die Gäste aus Peißenberg mitten im Kampf um den Einzug für das Playoff-Viertelfinale stehen und somit ihrerseits alles daran setzen würden, etwas Zählbares aus Memmingen zu entführen. Verzichten mussten die GEFRO-Indians auf Kapitän Jan Benda, Jan Kouba und Patrick Weigant.

Rund 1650 Zuschauer

Rund 1650 Zuschauer verfolgten ein spannendes und auch temporeiches Spiel zwischen den Indians und den Eishacklern aus Peißenberg, die ebenfalls von rund 100 mitgereisten Fans unterstützt wurden. Im ersten Drittel drückten beide Teams auf das Tor und somit ergaben sich gute Chancen auf beiden Seiten. Erste Annäherungen auf das Tor der Gäste erfolgten durch Dominik Piskor (5. Minute), oder auch durch Lukas Varecha, die schon früh für eine Führung hätten sorgen können. Es entwickelte sich eine Partie mit offensiver Spielweise und die Indians schienen nun auch früher den Abschluss zu suchen. Eine weitere gute Gelegenheit bot sich auch durch Jan Jarabek, der kurz vor der Pause die Scheibe nicht am überragenden Gästetorhüter Goll vorbeibringen konnte.

Führungstreffer im ersten Drittel

Das zweite Drittel startete mit guten Angriffen seitens der Gäste, die nun den Ton angaben und folglich den ersten Treffer erzielten. Kanadier Tyler Wiseman netzte in der 34. Minute zur 0:1 Führung für die Eishackler ein und dämpfte die Euphorie am Hühnerberg erstmals. Doch anstatt die Köpfe hängen zu lassen, mobilisierten die Indianer sämtliche Kräfte und versuchten den Ausgleich zu erzielen, der jedoch nicht mehr vor der Pause fallen sollte.

Turbulente Phase

Im letzten Drittel begann nun die mit Abstand turbulenteste Phase des Eishockeyabends am Hühnerberg. Das Trainergespann Dietrich/Vorderbrüggen schien die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben, denn Tim Tenschert scheiterte kurz nach Wiederbeginn zweimal am Pfosten und danach an der Querlatte. Als der Ausgleich förmlich in der Luft lag war es Daniel Huhn, der sich ein Herz fasste und sich gegen die Abwehr der Gäste durchsetzte. Seine Mühe sollte sich ausbezahlen, denn der mustergültige Pass auf Timo Schirrmacher wurde zum verdiente 1:1 bejubelt (47. Minute). Der gesamte Hühnerberg peitschte nun seine Mannschaft nach vorne und unterstützte, wie so oft schon, als regelrechter „siebter Mann“ sein Team. Es folgten weitere Gelegenheiten, doch konnten die Maustäder daraus kein Kapital schlagen. Dann die wohl entscheidende Spielsituation: Kurz vor dem Ende erhielt Peißenbergs Müller eine Spieldauerstrafe, da er zuvor Kontingentverteidiger Jan Jarabek hart gegen den Kopf checkte. Die Indians ließen sich diese Chance nicht entgehen und in der 56. Minute war dann der Bann gebrochen: Lukas Varecha drückte die Scheibe zum 2:1 über die Linie und sorgte für grenzlosen Jubel am Hühnerberg. Doch auch Erfolgsgarant Joey Vollmer stand noch einmal im Fokus, er parierte kurz vor Schluss gegen Tyler Wiseman, der allein auf den Indians-Goalie lief. Selbst die Empty-Net Situation der Gäste veränderte nichts mehr und so wurde die drei Punkte und das ausgegebene Ziel erreicht. Die GEFRO-Indians sicherten sich vorzeitig das Heimrecht für das bevorstehende Playoff-Viertelfinale, welches dann über den Aufstieg in die Oberliga entscheidet.

Weiter geht es für die Indianer dann schon am Nächsten Freitag am heimischen Hühnerberg, wenn dann möglicherweise der HC Landsberg zum absoluten Playoff-Kracher in Memmingen gastiert. Weitere Informationen zu den Play-Offs sowie dem anstehenden Kartenvorverkauf folgen in Kürze.

 

ECDC Memmingen – TSV Peißenberg 2:1 (0:0/0:1/2:0)

Tore: 0:1 (32.) Wiseman (Hörndl; 5-4), 1:1 (47.) T. Schirrmacher (Huhn), 2:1 (56.) Varecha (S. Schirrmacher/Rott; 5-4),

Strafminuten: Memmingen 8 – Peißenberg 10 + 5+20 (Müller)

Zuschauer: 1.642

ECDC Memmingen: Vollmer (Niemz) – Stalla, Folk, Stotz, Tenschert, S. Schirrmacher, Jarabek, Jainz – Revaj, Miettinen, Piskor, Pfalzer, Rott, Huhn (C), T. Schirrmacher, Simon, Hermann, Kirsch, Varecha.